Friday, September 29, 2006

Aliens, Teil II

Heute kam dann schon wieder Post von den Immigration folks:
Ich habe nun einen Termin in Kansas City fuer den 10. 10., 9h morgens. Ich soll bitte moeglichst keinen Gipsverband oder offene Wunden an der Hand haben, damit sie meine Fingerabdruecke bekommen...

Meine Vorgesetzte, der ich den anderen Brief heute morgen gezeigt hatte, hatte kein Problem damit, dass ich zu einem solchen Termin muss.

Jetzt drueckt mir bitte noch die Daumen, dass sie uns das Interview ersparen...!

Thursday, September 28, 2006

I'm an alien, I'm a legal alien

Heute kam ein Brief vom Department of Homeland Security, Abteilung U.S. Citizenship and Immigration Services. Wurde auch langsam Zeit! Meinen Scheck hatten sie ja sehr schnell abgebucht, aber dann herrschte die letzten 4 Wochen erst mal Funkstille...

Wie es ueblich ist, haben sie meine Aufenthaltserlaubnis erst mal um 1 Jahr verlaengert, waehrend sie meinen Antrag bearbeiten. Im Brief wird aber schon angekuendigt, dass ich demnaechst einen Termin fuer ein "biometric appointment" zugeteilt bekomme. Dort werden dann wieder einmal meine Fingerabdruecke abgenommen, Fotos gemacht, und eine Unterschrift brauchen sie auch. Ich hoffe, dafuer muss ich nur bis Kansas City fahren! Den Antrag musste ich naemlich in Lincoln/Nebraska einreichen.

Ich weiss auch nach wie vor nicht, ob ich zusaetzlich noch zu einem "interview" vorgeladen werde. Wenn der Antrag allein sie ueberzeugt, koennen sie einem das "interview" naemlich auch erlassen, und darauf hoffe ich eigentlich! Ich habe keine Lust mehr, Unmengen an Zeit und Geld auf diverse Antraege und Neuantraege zu verschwenden... Darum haben wir einen fetten Ordner mit viel mehr Informationen hingeschickt, als sich die Damen und Herren wahrscheinlich gewuenscht haetten - und immer wieder betont, dass wir ja schon seit 12 Jahren ein Paar sind! Wie viele der Sachbearbeiter dort sind wohl seit 12 Jahren in der gleichen Beziehung? Eben!!!

Meinen Arbeitgeber wird's aber freuen, dass ich jetzt wenigstens fuer das naechste Jahr abgesichert bin! Nachdem im Fruehsommer bei Durchsuchungen in zwei Unternehmen in St. Joseph illegale Einwanderer entdeckt wurden, bekam ich naemlich gleich mehrere Anrufe aus der Personalabteilung. Sie hatten daraufhin mal in meine Akte gesehen und bemerkt, dass meine Green Card Ende Oktober ablief, und nun boten sie mir ihre Hilfe an. Ich hatte Muehe, ihnen zu erklaeren, dass sie mir dabei nicht helfen konnten, dass meine Green Card aber mit Sicherheit verlaengert wuerde und dass ich ganz, ganz sicher nicht zu einem "illegal alien" werden wuerde. Morgen bringe ich ihnen den Brief mit. Sie werden strahlen!

Unsere verrueckte Nachbarin ist nun wohl endgueltig weg. Brandon hat sie erzaehlt, dass unser gemeinsamer Vermieter sie mehr oder weniger vor die Tuer gesetzt hat. Aus Rache laesst sie mehrere Kubikmeter Muell und Geruempel zurueck. Was sie auch hier laesst, ist ihr schwarz-weisses Kaetzchen, das wir schon seit Wochen mit durchfuettern. Wir werden es wohl bei uns aufnehmen... und haetten damit wieder zwei Katzen im Haus!

Tuesday, September 26, 2006

Homegrown Radiostars

Gestern abend waren wir also in Kansas City bei der Lesung von Garrison Keillor, dessen Buch "Homegrown Democrat" gerade als Taschenbuch bei Penguin erschienen ist.

Wir waren ausnahmsweise mal puenktlich und konnten uns einen Platz in den hinteren Reihen im Uptown Theatre aussuchen. Der Saal war schon vollbesetzt und ein anderer Autor mitten in einem Vortrag ueber Ungereimtheiten an den 9/11-Ereignissen. Nicht direkt Verschwoerungstheorien, aber Punkte, die laut Experten nicht so abgelaufen sein koennen, wie sie offiziell dargestellt werden. Ich habe in letzter Zeit so einige Artikel dazu gesehen und fand das Thema eigentlich ganz interessant, aber der Grossteil des Publikums wollte nichts davon wissen. Es gab Zwischenrufe, Buhs und jede Menge Applaus, als die Organisatoren dem Autor mitteilten, er muesse leider schliessen, damit die Garrison-Keillor-Lesung beginnen konnte. Naja.

Dann kam Garrison Keillor auf die Buehne, und die naechsten 1 1/2 Std. waren lustig ohne Ende... Er las mehrere Ausschnitte aus dem Buch vor, zwischendurch erzaehlte er Anekdoten und Beobachtungen, und dann konnten Fragen gestellt werden (das war recht daemlich, wie ja leider meistens). Schliesslich erwaehnte er, dass seine Radiosendung "A Prairie Home Companion" naechsten Juni in Kansas City zu Gast sein wird, und der Jubel nahm natuerlich kein Ende... Cool! Wir hatten schon vor gehabt, einmal zu einer Aufzeichnung nach St. Paul/Minnesota zu fahren - so ist es natuerlich noch besser!

Zuguterletzt signierte er sein Buch. Ich hatte so etwas noch nie mitgemacht und fand es alles in allem ziemlich abstossend. Wir standen ueber 1 Stunde in der Schlange am Buechertisch, vor uns ein Paerchen, das seinen halben Buecherschrank zum Signieren mitgebracht hatte (ich haette sie erwuergen koennen), und beobachteten, wie die Leute mit dem Autor plauderten, sich x-mal fotografieren liessen, ihm Kuesschen aufdrueckten und gar nicht mehr gehen wollten. Kurz vor dem Ende der Schlange wurden wir von einer Organisatorin abgefangen, mussten unsere Namen nennen und bekamen ein Post-it mit dem Namen ins Buch geklebt, damit es beim Signieren schneller ging.

Als wir endlich an die Reihe kamen, sass Mr. Keillor schon laengst auf einem Tisch, Krawatte gelockert, Haare zerzaust und sah aus, als ob er am liebsten schon im Hotel waere. Ich war froh, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte, denn er sah nicht so aus, als ob er noch viel Spass daran hatte, fuer Fotos zu posieren. Er sprach uns aber beide beim Signieren an, machte ein bisschen Smalltalk mit uns, und wir konnten ihm sagen, wie gut uns seine Sendung gefaellt. Ich erzaehlte ihm, dass ich sie zuerst in Deutschland auf PRI gehoert hatte. Er meinte, ich haette gar keinen deutschen Akzent... ha, ha!

Dies waere also erledigt! Ob ich allerdings noch einmal einen solchen Rummel mitmache, nur um ein signiertes Buch zu bekommen, bezweifle ich. Ich kam mir ein bisschen vor wie eine Schaulustige. Ausserdem habe ich ja jetzt ein signiertes Buch! Hier ist der Beweis:

Saturday, September 23, 2006

Iiihhhh...


Dieses Ding habe ich heute auf der Veranda entdeckt...
Itsy bitsy spider my ass!!

Ich habe das Kunstwerk also zerstoert und war nur froh, dass dieser Brocken es nicht ins Haus geschafft hatte. Letzte Woche hatte es sich dort eine Spinne von der Groesse einer Haselnuss (die Beine nicht eingerechnet) ueber unserem Sofa bequem gemacht. Ich wollte sie nicht entfernen. Brandon wollte sie nicht entfernen. Was tun?
Als sie nach 2 Tagen immer noch dort hing, griff ich zur Selbsthilfe, briet ihr ordentlich eins mit Brandons Schuh ueber und trug den Schuh samt dran klebender Spinne vor die Haustuer. Und dann sah ich sie in der Dunkelheit davonlaufen! Anscheinend hatte ich sie nur bewusstlos geschlagen...
Ende gut, alles gut - niemand musste sterben, und unser Wohnzimmer ist wieder spinnen-frei!

Saturday, September 16, 2006

Last-minute-Kulturtipp

Fuer alle, die an diesem schoenen Samstag abend zufaellig noch nichts vorhaben:
Das Orchester meiner Mutter gibt ein Konzert, das live auf WDR3 uebertragen wird - hier!
Ich werde es mir also uebers Internet live anhoeren koennen. Cool, oder?

Was gibt's sonst Neues?
Ich habe mal wieder kurze Haare...

Vielleicht lasse ich mir noch Straehnchen machen - aber je heller meine Haare sind, desto juenger sehe ich aus, also muss ich mir vielleicht etwas anderes einfallen lassen. Mal sehen...
Das war's!

Thursday, August 31, 2006

Turtles on fenceposts

Letztes Wochenende bei A Prairie Home Companion haben sie Folgendes sehr respektloses ueber George W. Bush gesagt (sinngemaess natuerlich, ich habe ja Besseres zu tun, als Radiosendungen auswendig zu lernen ;-)):
"President Bush is like a turtle on a fencepost: You don't know how he got up there, you know he didn't get there by himself, and you sure want to help him get down."
Ich habe die ganze Woche darueber gelacht. Dann habe ich zwar festgestellt, dass das mit der Schildkroete ein altes Sprichwort ist. Lustig finde ich es aber immer noch...

Sunday, August 27, 2006

See a pattern?



Seit neuestem liegt er ploetzlich staendig so!
Ich musste das einfach mal festhalten.
(Das wird hier jetzt aber nicht zu einem Herzige-Katzen-Blog ausarten! Diese Bilder sind eine Ausnahme...)

Saturday, August 26, 2006

Letztes Wochenende waren wir auf der Hochzeit von Ben, einem alten Freund von Brandon aus der Schulzeit. Er hat die Tochter des Chordirektors ihrer alten Schule geheiratet. Die Trauung war in Lebanon, fuer den Empfang hatten sie Pythian Castle in Springfield gemietet. Im Gegensatz zu unserer Hochzeit ;-) ging die Trauung ratz-fatz - gleich als erstes haben sie ihr "I do" gesagt und so konnten sich gleich alle entspannen; nach 20 Minuten waren wir alle wieder draussen und konnten uns zum Punch-and-Cookie-Empfang im Pfarrsaal anstellen, der natuerlich das allerwichtigste war!

Hier sind ein paar Bilder von der Hochzeit. Wie man sieht, war ich schwer beeindruckt von der Torte. Sieht sie nicht aus, als haetten sie einen Designer engagiert!?

Braut und Braeutigam bei der Arbeit:

Hier noch mal die Torte aus der Naehe:
Brandon und Ben:Draussen war natuerlich wie immer am meisten los... Hier erzaehlt Bens Bruder wahrscheinlich gerade Geschichten aus der Anwaltskanzlei. Der nette junge Mann, der sich gerade einschenkt, ist Immobilienhaendler in Kansas City und hat uns garantiert, dass er uns dort ein huebsches Haus in einer guten Wohngegend zur Miete besorgen kann. Jetzt muessen wir dort nur noch nach Jobs suchen!!! (Halt - Moment... machen wir ja schon die ganze Zeit. Hatte ich vergessen.)


Also: Herzlichen Glueckwunsch, Ben!
Und wie ich diese Woche erfahren habe, steht ja naechsten Juni schon die naechste grosse Hochzeit an! Allerherzlichsten Glueckwunsch, Maike und Tobi!!!!! Ich freue mich jetzt schon darauf!

Dieses Wochenende uebernachtet ein anderer alter Freund von Brandon bei uns, der ein Geschaeft in Lebanon hat und heute und morgen damit auf einer Handelsmesse in Kansas City ist. In ein paar Stunden kommen ausserdem Brandons Eltern; sie sind bei einer Familienfeier in Kansas City (auf die wir keine Lust hatten) und feiern morgen bei uns Lisas Geburtstag, bevor sie wieder zurueckfahren. Ich mache mich darum jetzt ans Kuchenbacken!

Monday, August 14, 2006

Waaaahhhh... einachten... ???

Ich wollte mal schnell oeffentlich festhalten, dass ich am Samstag bei Hobby-Lobby die erste Weihnachtsabteilung der Saison 2006/07 entdeckt habe! Fuenf bis sechs Reihen immerhin, schon komplett ausgestattet mit kuenstlichen Tannenbaeumen, Christbaumschmuck, Filzstockings, Raeuchermaennchen und allem, was dazugehoert! (Nach meinem Kalender ist es derzeit Mitte August. Ich nehme an, bei euch auch...) Sollte ich das Angebot nutzen und das Haus schon mal dekorieren? Oder muss ich mich stattdessen bis Dezember mit der Frage quaelen, ob ein kleiner weisser Tannenbaum aus Draht und Gummi originell oder einfach nur kitschig waere?

Ach, und wo wir gerade beim Thema sind: Bitte schaut euch mal diese Krippe an!
Maria, Joseph, das Christkind... sind S'mores! Der Stall aus Zimtstangen und Schokolade, die Krippe ein Keks, das Baby... ein Marshmallow?!? Ich habe sie in einem Weihnachtsladen in Kansas City entdeckt, war fasziniert, und wenn sie nicht so unverschaemt teuer waere, haette sie Weihnachten in meinem Wohnzimmer gestanden! Ist sie nicht fabelhaft?? Wie kommt man auf solche Ideen? War der Gluehwein zu stark? Hm, Gluehwein.........!
(Jetzt haben sie's geschafft. Jetzt bin ich wirklich in Weihnachtsstimmung. Mitten im August. Danke, Hobby-Lobby!)

Sunday, August 06, 2006

Philosophisches zum Auswandern (nicht von mir)

Ein guter Artikel!
Vieles trifft nicht auf mich zu - schon allein, weil der Mittlere Westen nicht New York ist -, aber andere Punkte kenne ich auch oder kann sie gut nachvollziehen. Vom "reverse culture shock" beim Wieder-Einwandern hoert man ja oft, kann ihn sich aber dann doch nur schwer vorstellen. Bin mal gespannt, wie es mir in ein paar Jahren ergehen wird!

Saturday, August 05, 2006

Nachdem ich ja im April letztes Jahr bei einer genialen Lesung von David Sedaris in Lawrence war, wurde mir letztens klar, dass ich zu so vielen Lesungen wie moeglich gehen sollte, solange wir hier wohnen, denn wer weiss, ob ich in Deutschland die Gelegenheit bekommen werde, diese Autoren zu sehen? Also haben wir heute Tickets fuer eine Lesung von Garrison Keillor im September in Kansas City gekauft. Vielleicht schaffen wir es ja irgendwann auch noch zu einer Aufzeichnung von seiner Radiosendung "A Prairie Home Companion", aber fuers erste bin ich schon mal wahnsinnig zufrieden, dass wir ihn ueberhaupt zu sehen bekommen! Und er wird sein Buch signieren! Haha!! Ein signiertes Buch fuer mich! So etwas besitze ich bisher noch gar nicht.
Ach, und wer kommt im Oktober wieder nach Lawrence? David Sedaris!! Ich werde natuerlich da sein...

Tuesday, August 01, 2006

LHS Class reunion


LHS Class reunion
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10-jaehrige Klassentreffen sind super!!
Zu diesem Schluss kam ich letzten Samstag abend nach unerwartet herzlichen Begegnungen mit vielen Menschen, an die ich mich nur noch fluechtig erinnern konnte, einigen, mit denen ich auch in den letzten 2 Jahren Zeit verbracht hatte, und v.a. etlichen Pappbechern Bier.
Das Treffen fand in der Moose Lodge statt, also einem Vereinshaus von einer Vereinigung so aehnlich wie dem Lions Club (war das grammatikalisch ungeschickt? Egal!). Im Eintrittspreis war das Buffet enthalten, Getraenke musste man sich selbst an der Bar kaufen; die Preise waren aber fair, und Brandon hatte sich als Fahrer fuer den Abend zur Verfuegung gestellt, also war es kein Thema.

Die Organisatoren hatten ein paar Programmpunkte vorbereitet - Klassenfoto, Preisverleihung, ein Quiz -, die aber fast alle untergingen, weil a) die Moderatorin so furchtbar nuschelte und b) sich darauf nach und nach auch die Letzten vor die Tuer verzogen hatten. Gut, dass wir so weit ausserhalb feierten...! Es war ein Riesenradau, die Muecken haben mich fast gefressen, aber ich habe mich super amuesiert.

Viele wohnen jetzt in Kansas City und St. Louis, erstaunlich viele kamen aus New York City. Der Kulturschock muss fuer sie unglaublich gewesen sein: Jeder Getraenkewunsch nach etwas, das nicht in einer Bierflasche serviert wird, wurde von der Bedienung professionell und flink aufgenommen. Augenrollend und schimpfend panschte sie quer aus ihrem Schnaps-Sortiment eine schwarze Bruehe zusammen, gab Eis dazu, knallte den Pappbecher auf die Theke und verkaufte es als Manhattan, Martini oder was auch immer bestellt worden war. Einen Preisunterschied zu New York gab es dagegen wahrscheinlich nicht... ;-)

Naja. Gegen Mitternacht fuhren dann fast alle noch zu einem, dessen Eltern ausserhalb der Stadt ein Riesenanwesen haben. Weit draussen auf dem Feld gab es ein Lagerfeuer, Musik aus der Steroanlage in einem Auto und die letzten Flaschen Bier. Gegen 4 sind wir heim. War schoen.

Ich hatte vorher damit gerechnet, dass es eine allgemeine Angeberei geben wuerde, so nach dem Motto: "Mein Auto, mein Boot, mein Haus..." Aber es war gar nicht so, sondern alle freuten sich wirklich, sich wiederzusehen, zu hoeren, was aus anderen geworden war und was sie in den letzten 10 Jahren so getrieben hatten. Wie Brandons alte Freundin Laci nachmittags gemeint hatte: "Eigentlich freuen sich alle einfach ueber jeden, der nicht im Gefaengnis sitzt oder an der Flasche haengt..." :-D Das wird bei unserem Jgst.-Treffen sicher ein bisschen anders sein, aber grundsaetzlich hat sie sicher Recht! Vielleicht werde ich wirklich zusehen, dass ich ueber den Termin nach Deutschland komme...

Tuesday, July 18, 2006

4. Juli bei Aunt Barb I


4. Juli bei Aunt Barb I
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Heute sind meine Eltern nach 3 Wochen bei uns wieder abgeflogen. Wir hatten eine schoene Zeit mit ihnen, und ich fuerchte, jetzt kennen sie den Mittleren Westen wirklich schon in- und auswendig... wir muessen jetzt leider woanders hinziehen! Chicago? Portland? Eine Grossstadt an der Ostkueste?? Hmmmm - so'n Pech aber auch!!

Heute hat meine fleissige, faehige Jobvermittlerin zum ersten Mal meine Referenzen ueberprueft. Da sie nicht bis nach Deutschland telefonieren oder e-mailen wollte, haben wir uns auf Dave Sr. und Dave Jr. geeinigt. Die beiden haben mich in den Himmel gelobt und sich sogar eine Geschichte ausgedacht, wie ich eine ehemalige Kundin, die ihr Appraisal nicht bezahlt hatte, seitdem weggezogen war und auch noch ihren Namen geaendert hatte (!!!), uebers Internet ausfindig gemacht und gnadenlos das Geld eingetrieben haette... - Kein Wort davon wahr, aber dramatisch und eindrucksvoll. Alberne Idee, aber trotzdem: So Chefs haette ich jetzt gern immer!!

Die letzten Naechte habe ich viel zu wenig geschlafen. Das werde ich ab sofort nachholen. Es ist uebrigens seit 2 Tagen wahnsinnig heiss (so heiss, dass eine "excessive heat warning" ausgegeben worden ist). Und die Leute sprechen immer noch davon, wie es erst "im Sommer" werden wird... wie bitte???

Thursday, June 22, 2006

Karrieren, Jobs und "flaky people"

Vollzeit arbeiten und nebenher noch Stellenangebote suchen, Bewerbungen schreiben und nuetzliche Kontakte knuepfen ist hart. Vor ca. vier Wochen beschloss ich deshalb, im Internet zu recherchieren, ob es in Kansas City professionelle Personalvermittlungen gibt. Keine Zeitarbeitsfirmen, sondern Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, dauerhafte "gute" Stellen zu vermitteln - fuer Akademiker usw. Ich fand vier oder fuenf Firmen und machte mich gleich ueber ihre Websites her in der Hoffnung, ein paar Stellenangebote sehen zu koennen. Es gab aber so gut wie nichts. Bei einer Firma hatte ich mich registrieren muessen, um die Website einsehen zu koennen. Am naechsten Tag fand ich eine E-mail und eine Nachricht auf dem AB von ihnen. Sie stellten sich vor und wollten wissen, an was fuer Stellen ich interessiert sei. Ich ueberlegte fast zwei Wochen hin und her und schrieb ihnen dann eine ausfuehrliche E-mail, in der ich erklaerte, wie meine berufliche Situation aussieht und was ich suche.

Seitdem fuehre ich ein Doppelleben: Von 7 bis 15.30 arbeite ich als Sachbearbeiterin in der Stahlgiesserei. Waehrend meiner Mittagspause und abends habe ich taeglich mehrmals Kontakt mit Heather, einer ueber-dynamischen, uebersprudelnden Karriereberaterin. Sie hat meinen Lebenslauf innerhalb von wenigen Tagen bereits an fast ein halbes Dutzend Firmen weitergeleitet und ruft mich jedes Mal vorher an. Leider scheint sie es auch an den Ohren zu haben, denn sie versucht mir immer wieder Stellen anzudrehen, die ueberhaupt nicht dem entsprechen, was wir als Grundbedingungen vereinbart hatten, die ich dann kategorisch ablehne, was sie wiederum beleidigt aufnimmt. Immerhin habe ich mir durch sie ein paar Tage eine Auszeit vom Bewerbungen schreiben gegoennt; jetzt werde ich mich lieber wieder daran machen, ehe sie mir irgendwo eine schlechtere Stelle und geringeres Gehalt einhandelt...

Brandon bezeichnet Leute wie Heather als "flaky" und behauptet, dass sie mit Vorliebe als Berufsvermittler arbeiten. Er selbst hat mehrmals pro Woche Kontakt mit ihnen, wenn er "seine" Zeitarbeitsfirmen anruft oder besucht. Inzwischen haben sie ihn schon zweimal zu Vorstellungsgespraechen geschickt, bei denen sich dann herausstellte, dass der Job ganz anders aussah als von ihnen dargestellt. Und immer hatten sie irgendein wichtiges Detail vergessen, wie z.B. dass er bis zu 30kg schleppen koennen musste. Es war nicht mal boese gemeint, sondern einfach Schusseligkeit, aber natuerlich trotzdem nicht gerade hilfreich... ;-)

Montag habe ich jetzt jedenfalls ein Vorstellungsgespraech per Telefon bei einer Firma in Kansas City. Mal sehen, was daraus wird! Ich selbst finde, dass die Stelle nicht gerade ideal passt, aber wenn ich eines von "meiner" Stellenvermittlung gelernt habe, dann, dass es sich doch lohnt, meinen Lebenslauf einfach wild an alle moeglichen Stellen zu schicken, deren Beschreibung so gerade ein kleines bisschen auf mich zutrifft. Werde ich in Zukunft auch tun!

War heute beim Zahnarzt und habe meine Zaehne professionell reinigen und auf Hochglanz polieren lassen. Jetzt sehen sie aus wie ein nagelneues Luxusauto... :-)

Django ist in den letzten 2 Wochen kugelrund geworden! Wir haben Probleme, das Futter richtig zu dosieren, und geben ihm wohl zu viel Trockenfutter. Jetzt heisst er fuers erste "Garfield" und kommt auf Diaet.

Saturday, June 10, 2006

Mole, 2.9. 2003 - 8.6. 2006


Kamera 2006 036
Originally uploaded by danny_bone.
Ein grosser Abenteurer, Jaeger, Weltgereister, Griesgram und guter Freund. Er wird uns furchtbar fehlen.

Friday, May 19, 2006

Torte


Torte
Originally uploaded by danny_bone.
Lieben Dank an alle, die mir zum Geburtstag geschrieben/sonstwie gratuliert haben! Ich habe mich wahnsinnig gefreut!!!

Ich hatte einen schoenen Geburtstag. Bei der Arbeit gab es Plaetzchen, und Brandon und ich waren bei Boudreaux essen (einen Tag spaeter, da er Montag abend arbeiten musste).

Hier seht ihr meinen Geburtstagskuchen, hergestellt von der talentierten Polly. Die Schrift ist schon verwischt, aber das lag an der Klarsichtfolie...
Innen war der Kuchen uebrigens knallrot! Das ist hier wohl eine bekannte Sorte, nennt sich "velvet cake". Schmeckt aber ganz normal und wunderbar! Genial, oder?

Jetzt muss ich leider los, Harald Schmidt gucken (dank meiner neuen DVDs). Aaaahhh, dass das hier geht...!!!

Thursday, May 04, 2006

Hmmmmm...

Aldi hat deutsche Woche!
Das heisst: Spaetzle, Bratwurst, Erdbeerkuchen... Aaahh, deutsches Essen ist so gesund!!
(Eine Erdbeertorte steht schon im Gefrierschrank. Pssst.)

Brandon ist bisher ganz zufrieden mit seinem Job . Es ist echt ungewohnt, ihn in Hemd und Stoffhose aus dem Haus gehen zu sehen... Das letzte Mal habe ich ihn so, glaube ich, bei unserer Hochzeit gesehen. Oder?

Unsere Nachbarin maeht gerade unseren Rasen. Wahrscheinlich, weil wir ihr unseren Rasenmaeher geliehen haben. Hm! Ich dachte schon, sie waere sauer, weil ich vorgestern ihren "Wachturm" abgelehnt habe. Aber scheinbar nicht!

So, Schluss, ich muss an ein, zwei Bewerbungsbriefen arbeiten. Zur Zeit findet sich leider wirklich gar nichts Brauchbares auf monster.com!

Saturday, April 29, 2006

Loewenmaeulchen bei der Hintertuer

Heute regnet es hier in Stroemen, aber sonst war es die letzten Wochen unverschaemt schoen und warm und sonnig, und wir haben das Haus mit ein paar neuen Blumen und Pflanzen aufgemotzt. Aus irgendeinem Grund musste ich unbedingt Loewenmaeulchen haben... Jetzt stehen sie auf der Veranda am Hintereingang, und ich koennte mich stundenlang mit ihnen amuesieren. Bekloppt, ich weiss.

Brandons Jobsuche bei den Zeitarbeitsfirmen war uebrigens erfolgreich: Er faengt Montag fuer 2 Monate bei Boehringer Ingelheim in Elwood/Kansas an und soll dort ein 75.000 Seiten langes Dokument bearbeiten. Heute war er erst mal Buerokleidung shoppen.Hoffen wir bloss, dass die Zeitarbeitsfirma auch wirklich von seiner Krankengymnastik 1x pro Woche erzaehlt hat und das nicht noch zum Problem wird... Drueckt bitte alle die Daumen!!! Es waere doch idiotisch, wenn der Job an so etwas scheitern wuerde - er wird die verpasste Zeit ja vor- oder nacharbeiten! Naja, hoffen wir aufs Beste!

Saturday, February 25, 2006

Neues Spiel, neues Glueck

So, nachdem 20six.de mich so geaergert hat, habe ich mich jetzt endgueltig entschlossen, "umzuziehen". Meine Blogs finden sich in Zukunft hier, und die Fotos stelle ich in naechster Zeit bei flickr ein und lade sie von dort gelegentlich nach blogger. Ganz einfach!

Heute gab es wieder selbstgemachte Pizza. Polly war zum Abendessen hier. Brandon und sie haben diese Woche die Einladungen zu ihrem 10jaehrigen Klassentreffen bekommen. Es gibt auch eine Homepage dafuer; wir haben die Fotos betrachtet und uns schlapp gelacht! Wen's interessiert, hier ist die URL:
http://www.lebanon.k12.mo.us/classof1996/
(Dabei faellt mir ein, dass ich mich um die Seite von meinem eigenen Klassentreffen noch gar nicht wieder gekuemmert habe...)
So, jetzt richte ich noch schnell ein paar Links ein und fange an, meine alten Beitraege von 20six.de zu archivieren. Das war's dann fuer dieses Mal!

Sunday, February 19, 2006

So, jetzt habt ihr es geschafft: Hier ist es eisig kalt geworden. Der Wetterbericht im Internet nennt es schon seit Tagen "bitterly cold", und Mann, das ist wirklich keine Uebertreibung!! Ich bin heute ausser der Reihe zum Tierheim gefahren, da jemand anderes ausfiel, und die Wassernaepfe in ein paar Gehegen hatten eine dicke Eisschicht!

Unser Auto laeuft schon wieder ein Stueck besser - es hat jetzt neue Stossdaempfer hinten. Eines Tages sind wir hoffentlich mal fertig mit dem guten Stueck und noch nicht bettelarm...

Gestern abend hatten wir ein paar Freunde zu Besuch, zu selbstgemachter Pizza und Rotwein. Ich muss uns selbst loben, denn die Pizza war klasse! Brandon hat 2003 bei den ersten Verlobungs-/Vorhochzeitsgeschenken von seinen Eltern darauf bestanden, dass wir einen Pizzastein (fuer den Ofen) mit Holzpaddel (zum Ein- und Ausladen) brauchen, und der ist wirklich genial. Der Wein, den wir mitgebracht bekommen haben, war auch super und sehr effektiv…! Erst als alle fuhren, haben wir gemerkt, dass es draussen geschneit hatte - allerdings nicht viel, heute morgen war "nur noch" Eis da.

So, wir fahren jetzt nach Kansas City... mehr morgen!