Von einem Tag auf den anderen (genau: von Mittwoch auf Donnerstag) ist es hier ploetzlich frostig kalt geworden. Wenn ich bei der Arbeit von einem Gebaeude ins naechste muss, kann ich meinen eigenen Atem sehen und nehme mir vor, ab sofort eine Jacke mitzubringen. Vielleicht stimmt es wirklich, was man ueber die Jahreszeiten im Mittleren Westen laestert: dass sie aus einem unertraeglich heissen, schwuelen Sommer und einem eisigen Winter bestehen. Dazwischen 2 Wochen Fruehling und 2 Wochen Herbst. Wenn es uebers Wochenende anfangen wuerde zu schneien, wuerde ich mich jedenfalls nicht sehr wundern... Wir muessen schon wieder anfangen, das Haus winterfest zu machen: Fenster mit Folie abkleben, Ritzen unter der Tuer abdichten… Letztes Jahr haben wir in den Zimmerdurchgaengen Wolldecken aufgehaengt – sah furchtbar aus, und ich habe unser Haus staendig “White Trash Heaven” genannt. Dieses
Jahr werde ich in Vorhaenge investieren. Man kann es ja auch uebertreiben mit der “Gemeuetlichkeit”.
Heute muessen die Katzen zum Tierarzt, um eine Impfung aufzufrischen. Das ist natuerlich immer eine reine Freude. Seit sie im Flugzeug hierher gereist sind, hassen sie Reisen und vor allem ihre Transportkisten mit aller Macht. Kann man ihnen wohl auch nicht uebel nehmen – aber nervig ist es trotzdem, v.a. weil unser Haus so gut wie keine Tueren hat – eigentlich
nur zum Bad und zu unserem Schlafzimmer. Dazwischen ist reichlich Platz, auf dem sich kleine Vierbeiner wunderbar verstecken koennen. Eigentlich braeuchte ich eine zweite Person zur Hilfe, aber Brandon kommt zu spaet von der Arbeit heim, um es noch mit zum Tierarzt zu
schaffen. Seit wir hier hergezogen sind, musste ich schon zweimal Termine wieder absagen, weil ich die kleinen Biester einfach nicht einfangen konnte. Mal sehen, wie es heute laeuft…
Friday, October 07, 2005
Thursday, September 22, 2005
Ganz Amerika scheint sich mental auf den neuen Hurrikan vorzubereiten. Die Nachrichten sind voll davon, jeder spekuliert, wie schlimm es werden wird. An jeder Ecke kann man schon seit New Orleans spenden; ich bin mal wieder fasziniert, was den Amerikanern alles einfaellt, um das so einfach wie moeglich zu machen (und dadurch den maximalen Betrag einzukassieren). Man kann z.B. im Supermarkt an der Kasse spenden: einfach der Kassiererin den Betrag nennen, die scant dann den entsprechenden Barcode fuer diesen Betrag von einer Liste ein, der
Betrag erscheint als Posten auf dem Bon und wird automatisch an das Rote Kreuz ueberwiesen. Apropos Rotes Kreuz: Das machte letztens eine Blutspende-Aktion bei Atchison Casting, und ich habe mir bei dieser Gelegenheit bestaetigen lassen (hatte es vorher schon einmal gehoert),
dass ich hier tatsaechlich kein Blut spenden darf. Grund: Angst vor BSE! Jeder, der seit 1990 mindestens 5 Jahre lang in Europa gelebt hat, ist hier bis auf Weiteres vom Blutspenden ausgeschlossen. Soll ich beleidigt sein? Ehrlich gesagt, ist es mir eigentlich egal; die brauchen aber nicht zu glauben, dass ich umgekehrt auch auf eine Blutspende verzichten wuerde, wenn ich sie mal brauchen sollte. ;-)