Wednesday, July 22, 2009

Bin in Portland, Oregon!

Solche Imbiss-Wägelchen stehen überall, oft ein Dutzend zusammen, und verkaufen verschiedenes warmes Essen:



Chinatown:


Washington Park:


Das Holocaust Memorial in Washington Park:









Der Rosengarten in Washington Park:



Ein "deutsches" Spezialitäten-Restaurant:

Sunday, June 14, 2009

Outdoor-Konzert

Wir waren am Wochenende bei einem Sinfoniekonzert im Freien, mitten in der Prärie Kansas'. Hier sind ein paar Fotos:






Es war toll!

Sunday, June 07, 2009

Washington, D.C.

Nur schnell ein paar Fotos aus D.C. (ich muss ins Bett!!!):



(Es war der Jahrestag irgendeiner Schlacht, und die Navy probte gerade für eine offizielle Feier.)

Monday, June 01, 2009

Rosen!

Vor dem Haus...



Hinter dem Haus...


Der Duft ist unbeschreiblich!

Thursday, May 21, 2009

Fortschritt

Dies ist diese Woche in unserem Bad passiert:

Dienstag...


Donnerstag...


Meine Arbeit wird übers lange Wochenende (Montag ist Memorial Day) anfangen. Und was werde ich zu tun haben, fragt ihr?

Aber mit einer großen Flasche Vodka sieht das im Nu besser aus... he he.

Monday, May 18, 2009

Plitsch Platsch...

... ab Ende der Woche haben wir (hoffentlich) zwei funktionierende Duschen im Haus, so dass wir u.a. besser auf Gäste eingestellt sind!

Im unteren Stockwerk haben wir eigentlich ein voll eingerichtetes Bad, aber die Badewanne war nicht, wie das hier eigentlich üblich wäre, als Dusche benutzbar. Warum? Die Wände ringsherum bestanden aus den normalen Wandplatten aus Holz, die man hier im Wohn- oder Schlafzimmer hat, möglicherweise auch im restlichen Bad, aber keinesfalls direkt um die Dusche herum. Sonst kann passieren, dass einem nach 5-10 Jahren beim Duschen plötzlich eine morsche Wand auf den Fuß bröckelt - Fliesen können die Feuchtigkeit auch nicht von ihr abhalten. Unsere Wanne war außerdem offensichtlich noch nie als Dusche benutzt worden; es war nur ca. 1/2 Meter hoch über dem Wannenrand gekachelt worden, und selbst dafür hatte jemand die billige Fliesenimitationen genommen, die man wie Tapeten bogenweise aufklebt.

Was tun? "Ihr müsstet auf jeden Fall Betonwandplatten einsetzen," beschied uns ein Freund schon vor Monaten. "Oder kauft doch einfach eine fertige Dusch-/Wannenkabine und deckt damit auch gleich das lästige Fenster ab..." "Niemals!" sprach ich entrüstet und befragte das Internet. Wie sich herausstellte, waren die Betonwandplatten tatsächlich unumgänglich, wenn wir nicht einfach 5-10 Jahre lang Pfusch betreiben wollten, damit dann dem nächsten Besitzer beim Duschen die morsche Wand... usw.

Brandon hatte zwar keine Ahnung, warum ich unbedingt die zweite Dusche haben wollte, aber zeigte Erbarmen; außerdem macht ein Freund von ihm ab und zu nebenher solche Arbeiten. Er schaute sich unser Bad an und stufte es als 3-Tage-Arbeit ein.

Heute begannen die Arbeiten. Während ich im Büro an meinem Computer saß, holten die beiden vorlesungsfreien Studenten Materialien aus dem Baumarkt und richteten dann damit eine Riesenschweinerei in unserem Keller an. Aber als ich gegen 19h nach meinem Buchclub nach Hause kam, waren die Wände schon mit Beton bedeckt.

So sah das Badezimmer gestern noch aus:


Und heute schon so:


Weitere Bilder folgen, sobald es Fortschritte gibt! ;-)

Sunday, April 12, 2009

Frohe Ostern!


Ein ausführlicheres Update folgt diese Woche... doch, doch, wirklich!!!

Tuesday, March 31, 2009

Frühling

Meine Krokusse scheinen den Schnee letztes Wochenende überlebt zu haben. Sie sind zwar ein bisschen zerzaust, aber wenigstens sind sie nicht tot:

Nächstes Wochenende soll es eventuell noch einmal schneien. Aber wenn nicht, werde ich endlich den Garten für den Sommer vorbereiten. Ich habe große Pläne - vermutlich Größenwahnsinn, denn ich habe ja wirklich überhaupt keinen grünen Daumen!

Hier sind ein paar Bilder der letzten 2 Wochen oder so:



Der Colonel ist heute krank oder hat einen schlechten Tag, sitzt herum und hat keinen Hunger:

Soweit, so gut! Updates folgen jetzt wieder regelmäßig...

Wednesday, December 03, 2008

Dewey

Bücher über Haustiere sind hier in den letzten Jahren extrem beliebt geworden. Ich glaube, so richtig fing es 2005 an mit "Marley & Me", Memoiren über das Leben mit einem exzentrischen Hund. Darauf folgten etliche ähnliche Bücher, einige recht erfolgreich, einige weniger, und jetzt ist offenbar der nächste Bestseller erschienen...

Vor ein paar Wochen surfte ich auf der Webseite meiner Bücherei auf der Suche nach Ideen für Bücher, die ich lesen könnte, und fand einen kurzen Artikel über eine Neuerscheinung namens "Dewey: The Small-Town Library Cat Who Touched the World". Die Bücherei überlegte, ihn anzuschaffen. Katzen? In Bibliotheken? Irgendwie gefiel mir die Idee, und als ich ein paar Tage später in einer anderen Bücherei, der Kansas City Public Library, war und ein Poster sah, das einen Abend mit der Autorin des Buchs am 2. Dezember ankündigte, beschloss ich kurzerhand, dorthin zu gehen. Kostete ja schließlich nichts...

Aber vorher ging ich in eine Buchhandlung, wo ich das Buch in einer Stunde probeweise diagonal las. Hier ist die Kurzfassung:

Dewey, die Bibliothekskatze, wurde an einem kalten Tag im Januar 1988 in der Kleinstadt Spencer, Iowa von der Direktorin der Stadtbücherei in der Bücherklappe gefunden - jemand hatte ihn dort "eingeworfen". Da er ein extrem freundlicher, unterhaltsamer Kater war, beschloss die Bibliothek, ihn als Bibliothekskatze zu behalten. Das erwies sich als PR-Glücksfall, denn der Kater war in der Stadt und bald darüber hinaus enorm beliebt, und es wurden Berichte über ihn erst in der Lokalzeitung, dann in regionalen Medien und schließlich in der ganzen Welt veröffentlicht, was sowohl der Bücherei als auch der Stadt Spencer zugute kam. Als Dewey 2006 im Alter von 19 Jahren eingeschläfert werden musste, landeten schon bald die ersten Buchangebote auf dem Tisch der Büchereidirektorin, die ihn großgezogen hatte. Sie nahm eins mit einem Vorschuss über 1,25 Millionen Dollar an und ging in Pension, um das Buch schreiben zu können.

Das Buch erschien diesen Herbst und ist momentan auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times. Die Autorin ist jetzt auf Buchtour - im Moment im kleineren Rahmen (Kansas City war eine von nur 3 Stationen), aber bald in den ganzen USA und dann auch in Europa. Das Buch wird gerade in 22 Sprachen übersetzt, ist also nächsten Sommer auch in Deutschland erhältlich.

Obwohl die Geschichte des Katers an sich putzig genug ist, hätte man damit allein das Buch sicher nicht verkaufen können. Geschickterweise haben die Autoren - es gibt noch einen Co-Autor - deshalb die Geschichte von Dewey mit der der Bibliothek in der Kleinstadt, ihrem Kampf ums Überleben und ihrer wichtigen Rolle in der Gemeinde verbunden. Das ist wiederum mit einer Schilderung des Lebens in einer Kleinstadt im Mittleren Westen verbunden, noch dazu während der Farmkrise der 80er Jahre. Also bei der momentanen Wirtschaftslage etwas, das beim Lesen Hoffnung macht, dass schlechte Zeiten irgendwie überstanden werden können und das Leben weitergeht. Und schließlich erzählt die Autorin auch einiges aus ihrem Privatleben als alleinerziehende Mutter. Alles in allem bietet das Buch also genug verschiedene Aspekte, um für mehr als nur die ganz harten Katzenfans interessant zu sein. Es ist auch nicht allzu sentimental - steuert manchmal auf den Abgrund zu, aber dreht im letzten Augenblick immer wieder ab. Also alles in allem eine gar nicht schlechte Lektüre, perfekt für Badewannen-Leser...

Warum ich davon erzähle? a) Jetzt hat es mich wirklich erwischt; b) Die Veranstaltung mit der Autorin war einfach ein netter, unterhaltsamer Abend; c) Ich liefere gratis eine Vorab-Buchbesprechung, weil man spätestens ab nächstem Sommer wahrscheinlich auch in Deutschland von Dewey hören wird; d) Alle drei Antworten. Die Entscheidung überlasse ich euch... ihr müsst euch dazu nicht äußern. :-)

P.S. Unser Tierarzt hat gleich 3 Praxis-Katzen, die dort Tag und Nacht auf der Theke herumspazieren, auf dem EC-Kartengerät sitzen oder auf den Futtersäcken im Regal schlafen. Vielleicht könnte ich den Dewey-Fahrtwind für ein mäßig erfolgreiches Buch nutzen? Hmmmmmm...

P.P.S. Colonel Tigh hat am Dienstag einen Zahnarzttermin! Wir konnten seinen Mundgeruch einfach nicht mehr ertragen. (Entschuldigung, war gerade jemand am Essen?) Brandon hofft, dass er wenigstens seinen letzten Reißzahn behalten darf... er wäre dann einzahnig!

P.P.P.S. Currently reading: Philip Roth: The Plot Against America. Ich wusste nicht, ob mir Roth gefallen würde - alle "modernen Klassiker" machen mich immer erst mal skeptisch - aber ich finde es toll! Vielleicht mache ich mich als Nächstes über "The Human Stain" her, solange ich in Roth-Stimmung bin.

Tuesday, November 04, 2008

Obama! Obama!

Wow, es ist unglaublich, aber es sieht schwer so aus, als ob die USA einen neuen Präsidenten haben! Hier waren alle skeptisch und der Meinung, die Wahl werde knapp ausgehen und es werde mindestens ein paar Tage brauchen, um alles zu klären und die besiegte (und Streit suchende) Partei zu überzeugen, dass es sich dabei nicht um Wahlbetrug handelt.

Ich saß gegen 22h an meinem Computer, als Brandon aus seinem Arbeitszimmer kam: "Es ist vorbei!" Nicht zu glauben!! Zusammen schauten wir uns McCains Rede auf CNN.com an - eine gute Rede, ein fairer Verlierer. Er hatte nur gute Dinge über Obama zu sagen, bloß sein Publikum buhte die ganze Zeit. Dann warteten wir bis 23h, bis Obamas Rede begann. Die fiel sehr viel ernster und nachdenklicher aus, als ich gedacht hatte, was aber wohl Sinn macht - ein zukünftiger Präsident muss eben würdevoll und wohl überlegt auftreten. Jetzt klickt sich Brandon durch die diversen Kommentare von Journalisten auf der Webseite, aber ich bin für heute fertig mit dem Thema. Ich weiß, dass ich es eingangs schon erwähnt habe, aber ich kann noch nicht fassen, dass die Wahl nach 2 langen Jahren Wahlkampf jetzt vollkommen vorbei ist! Und noch dazu mit einem so eindeutigen Ergebnis!!

Tuesday, October 28, 2008

Geschasst

Gestern wurde mein Chef entlassen.

Ich bin immer noch geschockt - so etwas hatte ich noch nie erlebt, weder hier noch in Deutschland. Um 16.30 Uhr ist in meiner Abteilung offiziell Feierabend, ich bleibe meist bis 16.45 Uhr, weil die beiden Kollegen aus einer anderen Abteilung, mit denen ich eine Fahrgemeinschaft bilde, dann erst fertig sind. Um 16.15 Uhr gestern kam einer der Vize-Präsidenten der Firma in unsere Abteilung und bat uns alle, in einen der Konferenzräume zu kommen.Dort wurde uns dann erklärt, dass 1. ein Teil unserer Abteilung ab sofort in einen anderen Bereich der Firma eingegliedert wird, und 2. der Direktor unserer Sparte "nicht mehr für den Verlag arbeitet." Fürs erste ist einer der Vize-Präsidenten für uns zuständig. Natürlich wurde uns nicht erklärt, warum unser Chef entlassen wurde, nur, dass es wahrscheinlich im beiderseitigen Interesse gewesen sei.

Auf dem Weg zurück in unsere Abteilung erzählte die Kollegin, deren Arbeitsplatz direkt neben dem Büro des Chefs ist, dass etwa 5 Minuten, bevor wir alle geholt wurden, der Vize-Präsident erschienen war und den Laptop des Chefs mitgenommen hatte. Dann kam ein anderes Mitglied der Geschäftsführung und nahm ihn selbst mit. Unser Großraumbüro ist nur durch Stellwände unterteilt, also konnte sie das ganze beobachten. Die Amerikaner fackeln da nicht lange - selbst wenn jemand seine Kündigung zu der vorgeschriebenen 2-wöchigen Frist einreicht, kann es passieren, dass er noch am gleichen Tag vom Firmengrundstück eskortiert wird, um Sabotage zu vermeiden oder z.B. Vertretern keine Kommission mehr zahlen zu müssen.

Als wir zurück nach oben kamen, war der Chef in seinem Büro, zusammen mit dem Vize-Präsidenten und der Leiterin der Personalabteilung. (Unser Motto ist jetzt: "Wenn du sie auf dich zukommen siehst, klettere über die Stellwand und lauf weg, so schnell du kannst!") Er packte seine Sachen unter Aufsicht in Pappkartons. Wir standen alle am anderen Ende unserer Abteilung und unterhielten uns leise darüber, wie unerwartet das war und was jetzt wohl aus uns werden würde. Unterbrochen wurden wir vom Chef, der mit seiner Begleitung auf dem Weg nach draußen kurz bei uns anhielt. "Ein schönes Leben Ihnen allen," sagte er sarkastisch, "Ich bin mir sicher, Sie werden es genießen." "Tschüs," stammelten wir; dann waren sie weg, und wir fielen fast um: Wie unangenehm war das denn gewesen?!?

Es war schon fast 16.45, und ich musste los - meine Fahrgemeinschaft wartete. Als ich über den Parkplatz ging, hielt ein Wagen neben mir: mein ehemaliger Chef! Er ließ das Fenster herunter und sagte: "Tja." "Viel Glück," wünschte ich ihm, weil mir sonst nichts einfiel. "Dies ist eine schlechte Zeit, um arbeitslos zu sein," meinte er trocken. Dann setzte er etwas hinzu, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ: "Nur zur Warnung - es wird Veränderungen in der Abteilung geben. Ich würde allen raten, sich einen Plan B zurecht zu legen." Dann fuhr er davon, und ich durfte mir überlegen, was das wohl heißen sollte. Ziemlich panisch berichtete ich meiner Fahrgemeinschaft, was passiert war. Gottseidank sind beide sehr rationale Menschen. "Wieso sollte die Geschäftsführung dem noch erzählen, was sie mit eurer Abteilung vorhaben?" fragten sie. "Vielleicht haben sie ihm auch einfach eine Ausrede aufgetischt, damit er sich besser fühlt. Eure Jobs sind bestimmt nicht in Gefahr."

Danach fühlte ich mich etwas besser. Trotzdem erschienen mir nachts im Traum sämtliche Angestellte unserer Firma, die in letzter Zeit entlassen worden waren.

Heute morgen wurden wir dann gleich nach Arbeitsbeginn zu einem Treffen mit dem Vize-Präsidenten bestellt. Unsere erste Frage lautete: "Was wird uns aus?" Er erklärte uns, dass es tatsächlich Veränderungen geben werde. In 2-3 Wochen sollen sie offiziell verkündet werden. Unsere Jobs seien nicht in Gefahr, aber die Inhalte könnten sich ändern. In den nächsten Wochen werden wir viel damit zu tun haben, Hintergrundinformationen zu unserer Arbeit zu liefern.

Nach dem Gespräch fühlten wir uns alle ein wenig besser. Ich bin natürlich gespannt auf die Umstrukturierungspläne, die uns da in 2-3 Wochen eröffnet werden. Und es ist ein bisschen einschüchternd, direkt mit dem Vize-Präsidenten der Firma zu tun zu haben und ihm von irgendwelchen pisseligen Spreadsheets zu berichten, die ich erstellt habe. Aber hoffentlich werden wir uns nicht vollkommen blamieren, und es wird sich zeigen, dass diese Veränderung für uns alle am besten war...

Saturday, October 25, 2008

Spaß mit Kameras

Letztes Wochenende waren wir auf einer Familienfeier - einer Hochzeit. Mehrere Verwandte waren von weiter her angereist, z.B. Brandons Onkel und Tante aus Iowa, ihre Tochter aus Seattle und ihr Sohn mit schwangerer Frau und Stieftochter. Letztere hatte ich auch noch nicht kennen gelernt, dabei haben wir relativ viel Kontakt mit diesem Cousin, und alle 3 sind sehr nett. Aber sie hatten im ganz kleinen Kreis geheiratet, und zu der Feier ein paar Wochen später konnten wir nicht fahren.

Es war ein schönes Wochenende. Ron hat uns sowohl Samstag als auch Sonntag mit Frühstück vollgestopft - Sonntag war die erweiterte Familie extra dazu zu Ron und Lisa gekommen. Nach dem Essen wollte Brandons Onkel mit seiner neuen Kamera spielen und ein Familienfoto machen. Wir reihten uns also auf, es dauerte ein paar Minuten, bis er den Selbstauslöser eingestellt hatte, er kam angelaufen und stellte sich dazu, wir lächelten, es blitzte... die Gruppe fing an, sich aufzulösen, und zu unserer Überraschung blitzte es wieder! "Ohhhh!!" riefen elf Familienmitglieder gleichzeitig... und es blitzte wieder. Da gab es kein Halten mehr. Wir fingen an zu lachen, während es wieder und wieder blitzte, insgesamt zehnmal. Der Selbstauslöser ist wohl besser, als wir gedacht hatten! Leider habe ich bisher nur zwei Bilder aus der Serie:



Und dann zwei, nachdem wir begriffen hatten, wie die Kamera funktioniert:


Und noch eins von der Feier (Peggy, Onkel Ted, Lisa, Ron):

Saturday, October 11, 2008

Spaß im Wahlkampf

Nur noch 2 1/2 Wochen bis zur Wahl des nächsten Präsidenten! Whoo! So langsam werden auch die Letzten kribbelig. Die Amerikaner haben keine großen Probleme damit, anderen mitzuteilen, wen sie wählen. In den Vorgärten sieht man überall die bei den Parteien erhältlichen Schilder für McCain/Palin und Obama/Biden, manchmal direkt in benachbarten Gärten. Oha! Ob da wohl der Nachbarschaftsfrieden vorübergehend zum Teufel geht?

An Brandons Geburtstag wollten wir in einem kleinen vietnamesisch/japanischen Restaurant in der Nähe zu Abend essen und uns dann um 20h die Debatte zwischen den Vize-Präsidentschaftskandidaten im Fernsehen ansehen. Leider war das Restaurant so voll, dass wir um 20h noch mitten am Essen waren. Allerdings hatte eine der anderen Gäste die Besitzer gebeten, den Fernseher an der Bar auf die Debatte zu schalten, also bekamen wir den ersten Teil halbwegs mit und zogen später ganz an die Bar um, als dort Plätze frei wurden. Ich war sehr verärgert, dass Sarah Palin sich nicht weiter blamiert hat... geholfen hat dies der republikanischen Partei allerdings trotzdem nicht sehr; Obama liegt immer noch in Führung. Saturday Night Live hat auch zu dieser Debatte eine Parodie gemacht: hier! Ob man es glaubt oder nicht - dadurch bekommt man tatsächlich ein Gefühl für den Grundton der Debatte, selbst wenn man sie gar nicht gesehen hat!

Worüber sollen wir uns hier bloß unterhalten, wenn die Wahl vorbei ist? :-)

Sunday, September 21, 2008

Spaß im Wahlkampf

Ich bin irgendwie froh, dass ich den Wahnsinn hier im November nicht mitmachen muss... ich kann zusehen und den Kopf schütteln! Hier sind zwei Clips, die die neuen Entwicklungen seit Palins Ernennung zur Vize-Kandidatin aufs Korn nehmen. Der erste ist aus Jon Stewarts "Daily Show", die immer noch ausgezeichnet ist, und der zweite aus "Saturday Night Live". Viel Spaß...

The Daily Show

Saturday Night Live

Sunday, September 14, 2008

Diese Woche sollte besser schnell herumgehen, denn Freitag gehen Brandon und ich zu einem Live-Auftritt von Jerry Seinfeld! Ich bin ein großer Fan, seit ich vor Jahren in Deutschland zufällig einmal die "Seinfeld"-Folge von dem Klavier-Konzert gesehen habe, bei dem Elaine anfängt zu lachen ("The Pez Dispenser"). Leider gab es die Serie ewig lange nicht auf DVD, aber zum Glück wurde kurz nachdem wir hierhin gezogen waren Staffel 1+2 auf DVD veröffentlicht und dann jedes Jahr 1-2 weitere. Zu jedem Geburtstag und jedem Weihnachten musste ich eine weitere haben, und jetzt besitze ich alle 9 und schaue sie mir, ob man es glaubt oder nicht, immer noch ab und zu an. Natürlich habe ich mir über die Jahre auch mehrere seiner Live-Auftritte auf CD oder im Internet angehört. Aber in all den Jahren kam der Mann nie nach Kansas City!

Darum war es keine Frage, als ich zufällig seinen Auftritt auf dem Veranstaltungskalender von www.visitkc.com sah, dass ich Karten haben MUSSTE. In Deutschland könnte ich das nämlich komplett vergessen. Der erste Auftritt war schon ausverkauft, aber es war ein zweiter am gleichen Abend geplant, und der Vorverkauf begann am darauffolgenden Freitag um 10 Uhr morgens. Also richtete ich mir einen Termin auf meinem Outlook-Kalender bei der Arbeit ein, und um 10.15 Uhr hielt ich zwei Karten in der Hand. (Nicht wirklich in der Hand, aber ihr wisst, was ich meine.) Man tut, was man tun muss!

Der Auftritt ist im Midland Theater, das erst kürzlich neu eröffnet worden ist, und beginnt erst um 21.30 Uhr. Damit lernen wir wieder ein neues Stück "Kultur" in Kansas City kennen - bisher waren wir zweimal bei ausgezeichneten Veranstaltungen im Uptown Theater, einem Konzert von Leo Kottke im Mai und einer Lesung von Garrison Keillor vor 2 Jahren. Ich bin gespannt!!

Tuesday, September 09, 2008

2-Monats-Raffer

Eijeijei... habe ich wirklich schon seit über 2 Monaten nichts mehr geschrieben? Wie peinlich! Tun wir so, als sei dies ein Film, und fügen eine schnelle Montage ein, die im Zeitraffer 2 Monate abhakt... so viele Fotos, wie der Blog aushält, und einen kurzen Bericht dazu. Los gehts:

12. Juli - Umzug ins neue Haus. Brandons Eltern sowie Polly und Dave waren da, um uns zu helfen. Ron hat sich vor kurzem einen neuen Pickup sowie einen Anhänger gekauft; ich dachte an einen kleinen Anhänger so in Pferdetransporter-Größe, aber es war eher einer der übergroßen Pferdetransporter, falls ihr wisst, welche ich meine. Also passte richtig viel hinein.

Der Umzug war recht schmerzlos, obwohl es regnete. Es gab nur einen Moment, wo eine schwere Kommode oben am Treppenabsatz von Rons Sackkarre kippte; Dave, der auf der Treppe stand, warf sich vorwärts und konnte sie so gerade aufhalten; und Brandon, der hinter Dave stand, packte geistesgegenwärtig Dave - sonst wäre er samt Kommode die Treppe heruntergefallen. Danach haben wir erst einmal eine Pause eingelegt, und Lisa und ich sind zur Tankstelle gefahren, eine Runde Kaffee für alle besorgen.

Danach hatten wir zwei Wochen, um so einigermaßen einzuräumen, Telefon und Internet anschließen zu lassen usw. Inzwischen sieht es ganz gut aus.





Dann flog Brandon nach Deutschland und ich für die Arbeit 5 Tage nach Montreal. Dort gefiel es mir super - die Stadt ist sehr europäisch, aber die Stimmung ist eher nordamerikanisch gelassen. Meine Kollegin und ich waren fast jeden Abend unterwegs, haben das örtliche Bier probiert, die Kathedrale besichtigt und uns je einen halben Tag freigenommen, um die Altstadt und Chinatown zu besichtigen. Ich würde gern noch mal hin, dann aber ohne tagsüber an einem Messestand zu sitzen!

Danach war ich für 3 Tage zu Hause, konnte Wäsche waschen und packen und flog dann auch nach Deutschland. Ich bin noch nie so unvorbereitet verreist - normalerweise lege ich ein paar Tage vorher immer schon Sachen zurecht, die ich mitnehmen will, schreibe Listen und plane, wie ich alles am besten einpacke. Nicht dieses Mal! Ich war fast die ganze Nacht auf, warf frisch gewaschene Klamotten mehr oder weniger wahllos in meinen Koffer und grabschte alles mögliche noch morgens auf die letzte Minute. Das einzige, was ich rechtzeitig erledigt hatte, waren die Mitbringsel... Prompt habe ich dann meinen deutschen Führerschein vergessen. Aber wie sich herausstellte, war das der deutschen Polizei völlig wurscht, und sie waren der Ansicht, dass ich als "Touristin" mit meinem amerikanischen Führerschein fahren könne.

Natürlich gab es am Abreisetag noch Probleme: Ich hatte unseren alten Chevy (Bj. 1990) genommen, da ich keine Bedenken hatte, ihn 8 Tage am Flughafen stehen zu lassen. Bloß ging leider, als ich das Parkticket ziehen wollte, die Mechanik in der Tür kaputt und das Fenster ließ sich nicht mehr rauf oder runter drehen. Ich musste ihn zur Flughafen-Tankstelle bringen, die eine kleine Werkstatt hat, und nach unserem Urlaub wieder dort abholen. Ich war aber beeindruckt, wie gut sie dort organisiert waren - die Preise waren fair, sie fuhren mich in meinem Auto zurück ans Terminal und holten uns eine Woche später auch wieder dort ab, die Werkstatt hatte jeden Tag bis Mitternacht auf, und bei meiner Zwischenlandung in Atlanta konnte ich mir schon telefonisch den Kostenvoranschlag geben lassen. Gut zu wissen!

Colonel Tigh hatten wir übrigens in der Zeit in einer Katzenpension untergebracht, und Django wurde zu Hause von Katzensittern versorgt, da er keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung braucht. Wir riefen beide mehrmals von unterwegs an, um zu hören, wie alles lief, und waren absolut happy mit beiden Firmen.

Dann fing Brandon wieder an der Uni an... aber davon gibt es kein Foto.

Und dann beschlossen Brandons Eltern, sich auch ein neues Haus zu kaufen:

Ende September ziehen sie um. D.h. wir können uns für ihre Hilfe revanchieren. (Meine Eltern hatten ja schon fertig renoviert, als wir in Deutschland ankamen.)

Und damit sind wir in der Gegenwart angelangt! Ich werde versuchen, solche langen Einträge in Zukunft unnötig zu machen, indem ich öfter schreibe. (Gerade hieß es kurz, Blogger könne meinen Beitrag nicht speichern, und mir blieb fast das Herz stehen...) Also bis dann!